Laut einer Denuncia des Caracols IV, Morelia (offizieller Landkreis Altamirano, Chiapas) und dem Menschenrechtszentrum FrayBa, San Cristóbal de Las Casas, kam es Ende Januar 2014 zu Aggressionen und Gewalttaten gegen die zapatistische Unterstützungsbasis im Ejido 10 de Abril, autonomer Landkreis 17 de Noviembre im offiziellen Landkreis Altarmirano.

Am 27. Januar zerstörten Angehörige der Organisation Central Independiente de Obreros Agrícolas y Campesina (CIOAC), ca. 250 Personen, Bäume, Kaffee- und Bananenpflanzen und sprachen gegenüber der BAEZLN Mordrohungen aus.

Am 30. Januar griffen ca. 300 Personen der Oragnisation CIOAC die BAEZLN mit Stöcken und Steinen an und verletzten mindestens 6 Zapatist*innen, woraufhin 3 im Krankenhaus ärztlich versorgt werden mussten.
Auch die Mitarbeiter*innen des Krankenhauses wurden von den Aggressoren bedroht, von der Versorgung der Verletzten abgehalten und für 2 Stunden festgehalten. Außerdem entwendeten die Aggressoren 2 Fahrzeuge des Krankenhauses, darunter einen Ambulanzwagen, der 3 Tage später zurück gegeben wurde.

Die Aktionen von Angehörigen der CIOAC, aus den Ejidos 20 de Noviembre und Lindavista (offizieller Landkreis Las Margaritas, Chiapas) haben das Ziel die BAEZLN von den 1994 zurückeroberten Ländereien zu vertreiben. Die Aggressionen gegenüber der BAEZLN begannen bereits im Jahr 2007.

Denuncia des Caracols

AN DAS MEXIKANISCHE VOLK UND AN DIE WELTBEVOELKERUNG.

AN DIE NATIONALEN UND INTERNATIONALEN COMPAÑEROS UND COMPAÑERAS DER SEXTA.

AN DIE NATIONALEN UND INTERNATIONALEN, KONSEQUENTEN VERTEIDIGER INNEN DER MENSCHENRECHTE.

AN DIE NATIONALEN UND INTERNATIONALEN, ALTERNATIVEN MEDIEN.

Freitag, 31. Januar 2014

Die Junta der Guten Regierung, corazón del arco iris de la esperanza des Caracol IV, torbellino de nuestras palabras; klagt öffentlich an: Agressionen, die unsere Compañeros
und Compañeras der Unterstützungsbasisgruppen des Ejido 10 de Abril, das zum autonomen Widerstandsbezirk 17 de Noviembre, Chiapas, México gehört, erlitten.
Provoziert durch Leute der CIOAC democrática und angeführt von Miguel Vázquez Hernández und Jaime Luna González.

Am 18. Oktober 2013 haben sie wieder versucht, uns zu provozieren und unsere Gründe zu rauben, die wir wiedererobert haben und mit dem Blut unserer gefallenen Compañeros
bezahlt wurden, an diesem 18. Oktober haben sie wieder ihre berühmte Abgrenzung gemacht, um uns zu berauben und wir haben gesehen, dass die Grenzen nicht stimmen, wie
damals 2007, als sie kamen um einen Weg zu machen, immer mit der gleichen ungenauen Skizze.

Die jüngste Provokation, die unsere Compañeros der Unterstützungsbasis des Ejido 10 de Abril, im autonomen Widerstandsbezirk 17 de Noviembre, erlitten, geschieht letzten
Montag, 27. Januar 2014, so um 7:30 früh kamen um die 250 Personen um uns zu provozieren, diese Menschen gehören der Organisation CIOAC democrática an und kommen aus dem Ejido 20 de Noviembre, dieses Ejido gehört zum offiziellen Bezirk von Margaritas, Chiapas.

Als sie auf unserem wiedergewonnen Territorium ankamen, begannen sie als erstes, unsere Ortstafel umzuschneiden, die Tafel steht am Ortseingang des Ejido 10 de Abril, eine Tafel
zerstörten sie, die andere zuendeten sie an.

Als zweites begannen sie Bäume umzuschneiden, die wir aus ökologischen Gründen angesetzt haben, das war denen aber egal und sie begannen mit 5 Motorsägen zu arbeiten
und schnitten 9 Kiefern um, 40 Eichen, 35 Kaffee-Sträucher und 3 Bananen-Bäume wurden von den fallenden Bäumen zerdrückt, ein Büschel Bananen verzehrten sie.

Von den umgeschnittenen Bäumen schnitten sie Bretter und Holz heraus, nicht um das zu Hause zu verwenden sondern um zu verkaufen, um ein Geschäft daraus zu machen, sie
fuhren mit 41 Ladungen weg.

Als sie sich zurück zogen, schrien sie laut den Namen von zwei Compañeros, die gerade zurück kamen und dass sie sehen wuerden, was mit ihnen geschehen werde.

Wir schätzen den Schaden, den sie uns anrichteten auf die 40.530,00 Pesos, ausserdem die Kosten für Medikamente für unsere verletzten Compañeros.

Am 30. Januar 2014 um ca.6:40 früh haben sie uns wieder angegriffen und erfüllten somit die Drohungen vom 27. Januar 2014, sie kamen mit 18 pick up Nissan und wir schätzen, dass ca. 300 Personen kamen, alle zur Gewaltanwendung bereit.

30 Meter von unseren Compañeros entfernt stiegen sie von ihren Fahrzeugen herunter und das erste Fahrzeug versuchte uns niederzufahren, obwohl wir das Zeichen zum Halten
gaben, sie achteten nicht darauf.

Beim Herunterklettern sah man den Angreifern ihre totale Bereitschaft, uns mit der Machete anzugreifen an, sie trugen diese angriffbereit in der Hand und hatten auch Steine
mitgebracht, die sie von der Ladepritsche hoben.

Unsere Compañeros widerstanden und antworteten nicht auf die agressiven und spöttischen Fragen die sie stellten, obwohl es uns peinlich ist, sagen wir hier, mit welchen
Spottworten unsere Compañeros bedacht wurden, nachdem sie lange Zeit nicht auf die Fragen antworteten sagten die anderen ob sie Vagina und Penis seien, die die Fragen nicht
beantworten.

Dann versuchten unsere Compañeros der Unterstützungsbasisgruppen ihnen zu sagen, dass sie aufhören moegen sie zu belästigen, denn die Böden wurden 1994 wiedergewonnen, weshalb sie hier sind um diese zu schuetzen, damit schafften sie es, dass die von der ClOAC Democrática eine Pause von 5 Minuten einlegten, vielleicht deshalb um zu besprechen, was sie jetzt tun wuerden und nach diesen 5 Minuten begannen sie, uns mit Steinen zu bewerfen.

Während einige Steine warfen suchten andere Stöcke um uns zu schlagen.

Unsere Compañeros fielen mit Schlägen auf Augen, Kopf, Nase und Beine zu Boden. Wir haben 3 schwerverletzte Compañeros und zwar:

Sebastián, 20 Jahre, schwer verletzt, Bruch des linken Jochbeines, Verletzung am linken Auge, schwere Netzhautblutung, schwere Netzhautentzündung, Schädelbasisbruch und
Nasenbeinbruch, schwerer Verletzungszustand mit Gefahr, das Augenlicht zu verlieren. Neurologische Probleme unter Beobachtung.

Ismael, 22 Jahre alt, offener Nasenbruch, Ödem der Lippen, Hirnverletzungen einfachen Grades, Prellung der linken Schulter.

Jhony, 32 Jahre alt, leichtere Hirnverletzung auf der linken Seite, Augenverletzung links, Ödem am Augenlid.

Weiters wurden 3 Compañeros leicht verletzt und zwar:

Mateo, 55 Jahre alt, Wunde am Hinterkopf 5 Zentimeter lang und 1 Zentimeter tief,
Rodolfo 26 Jahre alt, Wunde am Kopf, links, 3 Zentimeter breit und 1 Zentimeter tief,
Ernesto, 37 Jahre alt, Kopfwunde auf der linken Seite, 3 Zentimeter lang und ein Zentimeter tief.

Die Anführer derer, die unsere Rechte als Menschen vergewaltigen sind folgende bösartige Typen: Arnulfo González Jiménez, der eine Pistole des Kalibers 22 bei sich hatte und der Herrr Jaime Luna González, sie schossen mit den erwähnten Waffen, sie begannen, auf uns einzuschlagen, worauf ihre Komplizen, die Herren Tranquilino González, zweisprachiger Lehrer, José Lino Álvarez und Humberto López beide wohnhaft im Ejido 20 de Noviembre dasselbe machten.

Die Mitläufer, die sie anschleppten erhielten je 100 Pesos, das war ihr Tageslohn, damit sie auf uns losgingen.

Als wir unsere verletzten Compañeros sahen, forderten wir Notfallhilfe beim Spital San Carlos, welches sich in Altamirano befindet an, die dort Beschäftigten wollten zur Stelle
kommen, wo sich unsere Verletzten befanden, die Agressoren der CIOAC democrática liessen sie aber nicht vorbei fahren sondern sperrten die Strasse an der Kreuzung
Altamirano, die von Comitán zum Ejido San Miguel fuehrt.

Während sie auf unsere Compañeros losgingen, kam der Herr Francisco Hernández Aguilar von der Ranchería El Nanze, dieser Mensch gehörte frueher zur OPDDIC, jetzt ist
er Anführer der ORCAO und er trägt weiterhin Waffen grossen Kalibers mit sich wie 2 AKA- 47, 1 AR- 15, 1 M 1, was wir bereits früher angezeigt haben.

Den Chauffeur des Rettungswagens Filomeno Hernández García samt Rettungsauto nahmen sie als Geisel und fuhren in ihr Ejido, den Doktor Edgar Ulises Torres Rodríguez und eine Klosterschwester, die im Rettungswagen sass, namens Edith Garrido Lozada nahmen sie auch als Geiseln und nachdem sie im Ejido 20 de Noviembre angekommen waren, begannen sie, diese in Gesicht, Rippen und auf den Kopf zu schlagen. Die Schwester Edit Garrido Lozada wurde von Männern geschlagen.

Den Rettungswagen begleitete ein Pickup Chevrolet, 6 Zylinder, den eine andere Klosterschwester lenkte, ihr Name ist Patricia Moysén Márquez und als Kopilotin fungierte die Schwester Martha Range Martínez; auch sie wurden von Tojolobal-Frauen gezwungen, aus dem Fahrzeug auszusteigen und weil sie Widerstand leisteten und den Autoschlüssel
nicht hergeben wollten, wurden sie geschlagen und physisch misshandelt. Die Fahrerin wurde ihres Portemonnaies beraubt, wo alle ihre persönlichen Dokumente enthalten waren.

Angesichts von so viel Gewalt, die die schlechten Regierungen auffrischen, sind sie gute Lehrer für diese lokalen Führer um unsere Naturvorkommen auszurotten.

Wir wissen dass Enrique Peña Nieto der unverschämte Aufseher ist, der alle unsere Naturvorkommen und unsere Mutter Erde verkauft. Daher, was heute seine Schüler mit uns machen ist das, was er ihnen mit seinen Todesprojekten lehrt.

Das derzeitige Butlerkind von Chiapas, namens Manuel Velazco Cuello sagte, als es den Platz des Butlers gewann, dass es unsere Autonomie respektieren werde und auch die
Juntas der Guten Regierung und in den ersten Tagen des Jaenners 2014 hat es uns wieder belogen, es sagte nämlich, dass es die 1994 zurückeroberten Böden respektieren werde.

Der Vorarbeiter des offiziellen Bezirks von las Margaritas der Herr Manuel Culebro Gordillo ist nichts anderes als ein weiterer Lügner, Komplize der Anführer der CIOAC democrática.

Diese drei Knechte der grossen transnationalen Unternehmer, der Aufseher Enrique Peña Nieto, der Butler Manuel Velazco Cuello und der Vorarbeiter Manuel Culebro Gordillo
haben uns gegenüber eine weitere Schuld, die des vergossenen Blutes unserer Compañeros und das ist unbezahlbar.

Es besteht kein Zweifel, dass diese Gestalten eindeutige Lügner sind, korrupt, Diebe und ausserdem schandlos. Ein deutliches Beispiel ist das Butlerkind, als es in seiner
Wahlkampagne Millionen von Pesos abzweigte, Geld, das dem Volk gehört und sich beklagte, dass nicht genug Budget vorhanden sei. So sind sie alle, Diebe, die sich mit den
Gesetzen, die sie machen schützen.

HOCHACHTUNGSVOLL

DIE JUNTA DER AKTUELLEN GUTEN REGIERUNG

JUAN CRUZ ÁLVAREZ

LUVIA VELÁZCO GÓMEZ

Original: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2014/02/01/la-junta-de-buen-gobierno-corazon-del-arco-iris-de-la-esperanza-del-caracol-iv-torbellino-de-nuestras-palabras-denuncia-la-agresion-que-sufrio-bases-de-apoyo-del-ejido-10-de-abril-del-municipio-auto/