Denuncia des Rates der Guten Regierung von Oventik über Angriffe und Drohungen der politischen Parteien gegen die Zapatist*innen in San Marcos Avilés

Rat der Guten Regierung
´Zentrisches Herz der Zapatisten vor der Welt`
SNAIL TZOBOMBAIL YU’UN LEKIL J’AMTELETIK
TA O’LOL YO’ON ZAPATISTA TA STUK’IL SAT YELOB SJUNUL BALUMIL

1. Juli 2011

An die Öffentlichkeit,
An die nationale und internationale Presse
An die nationale und internationale Zivilgesellschaft
An die Menschenrechtsorganisationen
An die alternativen Medien
An die Anhänger*innen der Anderen Kampagne
An die Anhänger*innen der Sexta Internaiconal
Brüder und Schwestern

Wir, der Rat der Guten Regierung ´Zentrales Herz der Zapatisten vor der Welt`, mit Sitz in Oventik, Caracol II ´Widerstand und Rebellion für die Menschlichkeit`, im Hochland von Chiapas, informiert und beklagt energisch das arrogante, aggressive und grobe Verhalten der, den politischen Parteien nahestehenden, Personen und den Gemeindeautoritäten von San Marcos Avilés im Landkreis Sitala.

Wir, der Rat der Guten Regierung des Hochlandes von Chiapas verurteilen die Ereignisse die in der Gemeinde geschehen sind. Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert aber seit diese Probleme 2010 aufgetreten sind leben unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis in San Marcos Avilés in einer sehr schwierigen Situation in ihrer eigenen Gemeinde, verursacht durch Anhänger*innen der politischen Parteien und Autoritäten derselben Gemeinde. Nachfolgend berichten wir wie sich die Ereignisse zugetragen haben.

Unsere Compañer@s der erwähnten Gemeinde erleiden seit 2010 Todesdrohungen, Schikanen, Enteignung von Ackerland und Vertreibungen in ihrer eigenen Gemeinde, nur weil sie begonnen haben die autonome Bildung in ihrem Dorf umzusetzen. Im Jahr 2010 wurde einer unserer Compañeros verhaftet und gezwungen, ein Dokument zu unterzeichnen. Mit besagtem Dokument sollte sein Austritt aus der Organisation [zapatistische Bewegung] erklärt werden, doch unser Compañero weigerte sich zu unterschreiben. Nachdem viel Druck auf ihn ausgeübt wurde damit er unterzeichnet, wurde er zwar frei gelassen, aber er erfuhr viele Bedrohungen und Grobheiten. Außerdem wurde ihm angedroht sein Anbauland zu stehlen.

Am 24. und 25. August 2010 stahlen Autoritäten und Anhänger*innen der verschiedenen politischen Parteien das Land, welches unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis vor über 10 Jahren gekauft haben. Die von den Parteianhänger*innen geraubte Gesamtfläche beträgt 29 und ¼ Hektar, an verschiedenen Stellen im Ejido gelegen, auf denen jede der zapatistischen Familien Jahr für Jahr gearbeitet haben. Darunter befanden sich 5.850 Kaffeeanpflanzungen, 10 Hektar Mais- und Bohnenfelder, 7 Rinder, 6 Pferde, 3 Wohnhäuser, alles Eigentum der Compañer@s unserer zapatistischen Unterstützungsbasis.

Am 9. September 2010 wurden unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis von Personen der verschiedenen politischen Parteien aus ihrer Gemeinde vertrieben. Nach 33 Tagen, als Vertriebene und Flüchtlinge in den Bergen, kehrten unsere Compañer@s am 12. Oktober wieder in ihre Gemeinde zurück, und obwohl ihre Häuser und Habseligkeiten geplündert und ihre Ernten zerstört waren, fingen unsere Compañer@s von Neuem an. Über alle Vorfälle, die dieses Jahr geschehen sind hat das Menschenrechtszentrum in San Cristóbal de las Casas (Frayba) Kenntnis.

Aber das Problem war damit nicht beseitigt. Nachdem unsere Compañer@s in ihre Gemeinde zurück gekehrt waren litten und leiden sie weiterhin unter den gleichen Bedrohungen und Belästigungen durch Anhänger*innen der politischen Parteien.
Nachfolgend werden wir alle gewalttätigen Aktionen und Provokationen nennen.

Am 2. Januar 2011 hielten die offiziellen Gemeindeautoritäten von San Marcos Avilés eine Versammlung ab, auf der sie über die Stromsteuer verhandelten, nötigten unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis die Stromsteuer für das elektrische Licht zu zahlen und drohten ihnen in derben Worten mit einer erneuten Vertreibung bei Nichtbezahlung der Steuern.

Am 8. Februar 2011 begannen die Autoritäten der verschiedenen Parteien in San Marcos Avilés sich erneut zu organisieren um unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis besagter Gemeinde zu provozieren. Sie begannen eine Grundsteuer von $20 (Pesos) pro Hektar und Jahr zu berechnen, doch unsere Compañer@s akzeptierten dies nicht.

Am 13. Februar 2011 sagte ein ehemaliger Polizist des Landkreises Chilón, mit Namen Ernesto López Núñez, dass die Ländereien die unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis gekauft haben, bereits ihm gehören und nicht dem Rat der Guten Regierung, und dass die Existenz des Rates der Guten Regierung eine Lüge sei. Ab diesen Zeitpunkt begannen Leute anderer Parteien Pachtzins für die Ländereien, welche unsere Compañer@s zusammen mit anderen Personen anderer Ejidos (Tzajala` und Progreso) gekauft hatten, zu erteilen, in Höhe von $100 (Pesos) pro Tarea (50 × 100m), darunter auch die 8 Hektar Land die ihnen als Ejidoangehörige rechtlich zustehen.

Am 17. Februar 2011 bezahlten die offiziellen Ejidoautoritäten die Grundsteuer bei der Steuereinziehung in Chilón. Informationen zufolge verlangte die Steuereinzugsstelle von ihnen ein unterzeichnetes Dokument der zapatistischen Unterstützungsbasis, welches besagt, dass sie die Steuer nicht zahlen werden. Den offiziellen Autoritäten erschien es nicht richtig und sie legten ihr Geld zusammen um die Steuer zu bezahlen. Das taten sie damit alle Grundstücke unserer Unterstützungsbasis in ihren Besitz gelangen.

Am 25. Februar 2011 erschien ein den Parteien zugehöriger Spion in den Kaffeeanpflanzungen wo unsere Compañer@s arbeiteten. Am selben Tag versammelten sich die 30 Personen [Aggressoren] am Nachmittag um zu vereinbaren, am folgenden Tag zur Arbeit in den Kaffeeanpflanzungen unserer Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis zu erscheinen. Mit Schusswaffen ausgestattet, bedrohten und verspotteten sie den Rat der Guten Regierung und unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis. Auch boten sie die Kaffeeplanzung zum Verkauf, zu 14.000 Pesos pro Hektar, an um mehr Schusswaffen zu kaufen.

Am 6. April 2011 wurde ein ziviles Friedenscamp im Ejido San Marcos Avilés errichtet; die zivilen Beobachter*innen wurden bedroht. Ende März und Anfang April bearbeiteten die Aggressor*innen der verschiedenen Parteien die Parzellen unserer Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis und haben Maisfelder, Zuckerrohr, Bäume, Bananen und Hochwälder gefällt um neue Maisfelder anzulegen.

Ebenso haben die Räte der Guten Regierung Berichte der zivilen internationalen Beobachter*innen, die in der Gemeinde eingesetzt wurden, erhalten, in denen von der Anwesenheit der Bundespolizei, mit einem bis mehreren Transportern, in der Gemeinde berichtet wird. Dies geschieht unter dem Vorwand der [staatlichen] Beobachtung beider Gruppen, der zapatistischen Unterstützungsbasis und der Parteiangehörigen.

Die erste Gruppe von Beobachter*innen berichtete auch von Morddrohungen und Androhung von Vertreibung gegenüber unserer zapatistischen Unterstützungsbasis.

Am 20. April 2011 berichteten die Beobachter*innen von weiteren Bedrohungen und Landbesetzungen sowie nächtlichen Schreien und Schüssen. Die 30 Aggressor*innen der verschiedenen politischen Parteien versammelten sich in verschiedenen Häusern, wo sie planten keinen Schritt vor den internationalen Beobachter*innen zurück zu weichen; dass sie keine Angst davor haben zu tun was notwendig ist, um die Beobachter*innen los zu werden. Sie berichteten auch, dass alle Arbeiten unserer zapatistischen Unterstützungsbasis von den Aggressor*innen zerstört werden.

Am 24. April 2011 waren sieben Personen unserer zapatistischen Unterstützungsbasis im Wald auf der Suche nach Feuerholz und begegneten einem Aggressor namens Abraham Kanté López, Mitglied der PRI, der ihnen sagte, dass, wenn unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis Feuerholz auf seinem Grundstück sammeln, er sie töten wird und er warf einen Stein Richtung Kopf eines unserer Compañeros, der ihn aber nicht traf.

Am selben Tag wurde ein compañero der zapatistischen Unterstützungsbasis beim Maisernten in seinem eigenen Feld von dem selben Aggressor bedroht, der sagte, dass er, wenn jener zurück kommt um Maiskolben in diesem Feld zu pflücken, ihn töten wird.

Am 25. April 2011 besetzte der Aggressor und Mitglied der PRI, Manuel Diaz Ruiz, ein Maisfeld von fünf Tareas unserer zapatistischen Unterstützungsbasis. Wir wurden auch darüber informiert, dass die Aggressor*innen 25 oder 30 Waffen verschiedener Kaliber besitzen.

Die Personen, welche Waffen besitzen sind folgende:
Lorenzo Ruiz Gómez besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 30-30 und eine Pistole des Kalibers 38.
José Cruz Hernández besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 30-30.
Manuel Diaz Ruiz besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 10 Schuss.
Santiago Cruz Diaz besitzt ein Gewehr des Kalibers 12.
Víctor Diaz Sánchez besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 16 Schuss.
Vincente Ruiz López besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 16 Schuss.
Ernesto López Núñez besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 16 Schuss.
Víctor Núñez Martínez besitzt eine Pistole des Kalibers 38.
Tomas Hernández Aguilar besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 16 Schuss.
Ernesto Méndez Gutiérrez besitzt eine Pistole des Kalibers 38.
Rubén Martínez Vázquez besitzt eine Pistole des Kalibers 38.
Abraham Kante López besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 2 Schuss.
Juan Pérez Cruz besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 2 Schuss.
Vicente Ruiz Méndez besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22.
Rogelio Ruiz Gómez besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 16 Schuss.
Manuel Vázquez Gómez besitzt eine Pistole des Kalibers 22.
José Cruz Diaz besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 2 Schuss.
Ezequiel Cruz Diaz besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 2 Schuss.
Pedro Kante Cruz besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 1 Schuss.
Andres Cruz Núñez besitzt eine Pistole des Kalibers 38.
Manuel Ruiz Gómez besitzt eine Pistole des Kalibers 22.
Nicolás Kante Cruz besitzt eine Schusswaffe des Kalibers 22 mit 2 Schuss.

Dies sind die Aggressoren, die über Schusswaffen verschiedener Kaliber verfügen, neben jenen, von denen man nicht weiß welche Waffenkaliber sie besitzen.

Ein andere Gruppe von Beobachter*innen berichtete, dass am 21. Mai 2011 einige weibliche Parteiangehörigen die Beobachter*innen des Diebstahls beschuldigten, als einige Beamt*innen kamen um Hilfsgelder der Schlechten Regierung in Yokjá zu verteilen und von einer Gruppe maskierter Männer überfallen wurden. Nun beschuldigen die offiziellen Behörden die Beobachter*innen dessen.

Sie berichten auch, dass sich am 22. Mai 2011 die Anführer der Aggressor*innen, José Cruz Hernández, Ernesto Méndez Gutiérrez, José Guadalupe Kante Gómez, Domingo Ruiz Pérez, Alejandro Núñez Ruiz und Genaro Vázquez Gómez in einem kleinen Laden am Rande der Straße versammelten, dass alle über Schusswaffen verfügten und das Ernesto López Núñez, ein ehemaliger Polizist aus Chilón, derjenige ist, welcher die Waffen aus Chilón mitbringt.

Am 2. Juni 2011 erschien die zapatistische Unterstützungsbasis bei dem Rat der Guten Regierung um die folgenden Ereignisse zu berichten: An jenem Tag kamen drei Anführer der politischen Parteien, Lorenzo Ruiz Gómez, Carlos Ruiz Gómez und Ernesto López Núñez, zum Haus unseres Compañero Lorenzo Velasco Mendoza. Es war 20 Uhr am Abend, als die Frau von Lorenzo es bemerkte und ihren Mann rief. Im gleichen Augenblick liefen die drei Angreifer davon. Ziel der Angreifer war es die Compañera zu vergewaltigen und die Beobachter*innen zu ergreifen.

Am 3. Juni 2011 erschienen Personen der verschiedenen politischen Parteien um das Land eines Compañero der zapatistischen Unterstützungsbasis, Sebastián Ruiz López, zu verbrennen. Ziel der Aggressor*innen war es, dass wenn die Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis kommen würden um das Feuer zu löschen, eine Konfrontation mit den Aggressor*innen beginnen würden.

Am selben Tag begegnete ein Compañero der zapatistischen Unterstützungsbasis an einem Bach 20 Aggressor*innen, angeführt von Lorenzo Ruiz Gómez, die den Weg versperrten und bewaffnet waren, so dass unser Compañero umkehren musste da er nicht passieren konnte.

Am 5. Juni 2011 hielten die Anführer der verschiedenen politischen Parteien in San Marcos Avilés eine Versammlung ab, bei der sie eine Vereinbarungsurkunde entwarfen, adressiert an den Militärchef von Ocosingo, Fernando Martínez, in dem sie die Bundessoldaten darum bitten unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis fertig zu machen, da, wie die Anführer der Aggressor*innen sagten, sie bereits ihr Bestes getan haben um die zapatistische Unterstützungsbasis zu erledigen, es aber nicht geschafft haben.

Am selben Tag erschienen die Anführer der Aggressor*innen in der Gemeinde Citalá y San Juaquin im Landkreis von Citalá, um Mörder zu suchen, die unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis umbringen.

Am 13. Juni 2011 berichtete eine andere Gruppe von Beobachter*innen, dass die Situation in San Marcos Avilés die selbe wie die Tage zuvor ist. Täglich kommt es zu Drohungen und Belästigungen; an diesem Tag passierte eine Transporter mit Soldaten die Straße nach Tacuba, welche von den politischen Parteien angefordert wurden um 3x mal die Woche zu patrouillieren.

Als am 18. Juni 2011 sieben Compañer@s unserer zapatistischen Unterstützungsbasis, um einen Azftrag zu erledigen, Tacuba Nueva passierten, sahen sie zwei Anführer der Aggressor*innen, Lorenzo Ruiz Gómez, gebürtig aus der Gemeinde San Marcos Avilés, und Vicente Ruiz Pérez aus der Gemeinde Tacuba Nueva, und wurden von diesen etwa 700 Meter verfolgt.

Am 25. Juni 2011 erschienen gegen 1 Uhr in der Frühe fünf Aggressoren, Lorenzo Ruiz Gómez und Ernesto López Núñez mit drei Unbekannten, um in der Nähe des Hauses des Compañeros Juan Velasco Aguilar zu spionieren.

Am 30. Juni 2011 stellte sich eine Delegiertengruppe der Landesregierung in der Gemeinde San Marcos Avilés vor und sprach mit dem Kommissar der Gemeinde. Zum Zeitpunkt ist nicht bekannt über was sie sprachen oder welche Pläne sie machten. Wie zu erfahren war, werden die Delegierten am Samstag, den 2. Juli, wieder in die Gemeinde kommen, wobei nicht bekannt ist mit welchem Ziel.

Derzeit beträgt die Menge des Landes unserer Compañer@s, welches geraubt wurde, 31 und ¼ Hektar sowie 8.500 Kaffeesträucher. Diese befinden sich nun im Besitz der Aggressor*innen der verschiedenen politischen Parteien. Die Aggressor*innen sagen auch, dass die Maisfelder, die unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis noch haben, ihnen nicht mehr von Nutzen sein werden, dafür aber den Aggressor*innen, die nur noch auf die Erntezeit warten.

Angesichts dieser Situation der Aggression, Drohungen und des Landraubs, erdulden unsere Compañer@s, seit der erneuten Einrichtung ihrer Häuser in San Marcos Avilés, viele Ungerechtigkeiten und brachten die Geduld auf diesen nicht mit gleicher Gewalt zu begegnen.

Auch wir, der Rat der Guten Regierung des Hochlandes von Chiapas, haben weder mit Gewalt, noch mit Tatsachen oder Worten auf diese Aggressionen und Bedrohungen geantwortet, weil die Zapatist*innen Menschen mit Vernunft und Prinzipien sind und wir keine Auseinandersetzung mit unseren eigenen indigenen Schwestern und Brüdern wollen. Doch die Schlechten Regierungen in unserem Staat und Land versuchen mit allen Mitteln, dass wir, indigene Schwestern und Brüder, uns als Feinde sehen und uns gegenseitig umbringen.

Wir als Rat der Guten Regierung des Hochlandes von Chiapas verurteilen öffentlich die Provokationen und Aggressionen unter denen unsere Compañer@s der Gemeinde San Marcos Avilés leiden und wir fordern, dass die Rechte unserer Compañer@s respektiert werden. Aber die Schlechte Regierung hat absolut nichts gemacht um die schwerwiegenden Probleme, die sich in der Gemeinde ereignen, zu lösen und abzuwenden. Was aber die lokalen und staatlichen Regierungen getan haben, ist den Aggressor*innen zu helfen und Rückendeckung zu geben, damit sie mit den Provokationen, Bedrohungen und Enteignungen gegen unsere zapatistische Unterstützungsbasis fortfahren können. Und es gibt auch keine Anzeichen, dass dieses aggressive und arrogante Verhalten der Schlechten Regierungen und ihrer Leute enden wird.

Als Rat der Guten Regierung ist es unsere Pflicht und Schuldigkeit noch einmal die Öffentlichkeit zu informieren über alle Aggressionen, Verfolgungen und Provokationen der Parteianhänger*innen und Paramilitärs, unterstützt, beraten und finanziert durch die Schlechten Regierungen, auf Landkreis-, Landes- und Staatsebene, welche die geistigen Urheber der Menschenrechtsverletzungen sind.

Wir wollen den Amtsinhaber*innen auf allen drei Regieurngsebenen und ihren Leuten, die gesteuert und manipuliert werden, klar machen, dass unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis von San Marcos Avilés nicht verschwinden werden, dass sie dort bleiben und Widerstand leisten werden, weil sie das Recht haben in ihrer Gemeinde zu sein und die Ländereien, welche ihnen gehören, zu bearbeiten, und dass sie das, was ihnen genommen wurde, früher oder später wieder bekommen müssen da es ihnen rechtlich zusteht.

Glaubt nicht, dass sie mit Provokationen, Drohungen, Übergriffen und Belästigungen den Kampf der zapatistischen Gemeinschaften zum Aufbau unserer Autonomie und für die nationale Befreiung stoppen werden. Denn wir werden weiter vorwärts gehen, was auch immer geschehen mag und koste es was es wolle, weil es unser Recht ist.

Wir werden nicht schweigen angesichts jedweder Bedrohung und Aggression gegenüber unseren Compañer@s; wir werden nicht zulassen, dass die Schlechten Regierungen, durch die Anhänger*innen ihrer verschiedenen Parteien, fortfahren uns zu bedrohen und ihrer Gier zu unterwerfen. Wir, der Rat der Guten Regierung werden fortfahren alle gewalttätigen Provokationen gegen unsere zapatistische Unterstützungsbasis anzuklagen und wir fordern, dass sie respektiert werden und dass ihr Eigentum, welches ihnen genommen wurde, zurück gegeben wird.

Unsere Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis in San Marcos Avilés, offizieller Landkreis Chilón, leben derzeit in einer Situation sehr starker Spannungen und Angst aufgrund der Aggression und Drohungen der Parteianhänger*innen und der Präsenz von Polizeipatrouillen.

Deshalb sagen wir ihnen deutlich, dass, wenn unseren Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis etwas passiert und die internationalen Beobachter*innen, die dort sind, Zeug*innen dessen sind, was in der Gemeinde San Marcos Avilés passiert ist und was passieren kann, die drei Regierungsebenen, als die einzigen Verantwortlichen, sich für ihre Schandtaten verantworten müssen.

Schließlich bitten wir die Anhänger*innen/Sympathisant*innen und die nationale und internationale Zivilgesellschaft darum wachsam zu bleiben was mit unseren Compañer@s der zapatistischen Unterstützungsbasis des Ejido San Marcos Avilés, offizieller Landkreis Chilón, Chiapas, passiert.

Für den Augenblick ist das alles, was wir sagen wollen und wir werden fortfahren anzuklagen, was unserer Unterstützungsbasis geschieht.

Hochachtungsvoll

Der Rat der Guten Regierung ´Zentrisches Herz der Zapatisten vor der Welt`, Hochland von Chiapas

Samuel Velasco Sánchez
Montesino López Gómez
Lenin Méndez Velasco
Abraham Hernández Pérez
Gabriela Hernández Diaz
Karina Pérez Hernán

Denuncia im Original: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2011/07/02/4823/