Friedensmission in San Marcos Avilés bedroht

Das RED por la Paz Chiapas (Netzwerk für den Frieden) führte am 21. und 22. April 2013 eine zivile Mission zur Menschenrechtsbeobachtung in San Marcos Avilés durch. Wie das Menschenrechtszentrum FrayBa in San Cristóbal de Las Casas berichtet, wurden die Teilnehmer*innen der Beobachtungsmission, Mitglieder verschiedener zivilgesellschaftlicher Friedens- und Menschenrechtsorganisationen, von den Anhänger*innen der offiziellen Parteien in San Marcos Avilés bedroht und verbal angegriffen. Die Aggressor*innen forderten die Herausgabe der Fahrzeuge der Karawane und drohten Gewalt an.

In Mexiko wurden Menschenrechts- und Friedenskarawanen in der Vergangenheit schon häufiger von Aggressor*innen bedroht und angegriffen. Im April 2010 wurden Alberta Cariño Trujillo, Aktivistin der zivilgesellschaftlichen Organisation CACTUS, und Jyri Antero Jaakkola, ein finnischer Menschenrechtsaktivist, während einer Friedenskarawane im Bundesstaat Oaxaca von Paramilitärs getötet. Während einer Friedensmission in der Gemeinde Santa María Ostule, im Bundesstaat Michoacán, im Dezember 2011, wurde der 73 Jahre alte Friedensaktivist und Sprecher der Gemeinde, Trinidad de la Cruz Crisóforo, entführt und getötet.

Mitteilung von FrayBa (original spanisch): http://www.frayba.org.mx/archivo/noticias/130422_nota_urgente.pdf